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Judenscheunewarm saniert

Eine Viehauktionssonate

Prélude
Noch sind sie nicht gelöscht – die Maklerinformationen[1] zur Viehauktionshalle Weimar, die von der Eigentümer-Erbin, der Konsumgenossenschaft Weimar, als gehobene Party-Location beworben wird. Ankunft mit dem Sonderzug? Kein Problem. „Die Viehauktionshalle Weimar hat einen eigenen Bahnanschluß. Vom standesgemäßen Auftritt bis zur exclusiven Gastronomie“ seien viele „Gestaltungsvarianten“ möglich (gewesen). In der Tat. Der letzte creative act war von besonders subtiler Machart und vor allem sehr nachhaltig: eine Feuersbrunst, die den historisch belasteten Ort in ein Flammenmeer tauchte. Bis auf die Grundmauern verkohlte in der Nacht zum 22. April 2015 die größte Holztragwerkshalle Europas, die hin und wieder als Elitär-Veranstaltungsort genutzte Viehauktionshalle Weimar. Das fast 2500 Quadratmeter große Gebäude ohne Raumunterteilung war nicht nur ein architektonisches Unikat, ein hochkarätiges Ingenieurbauwerk, ein überdimensionierter Stall ohne Zwischendecke von 70 Metern Länge auf 35 Metern Breite und 25 Metern Firsthöhe, die Grundfläche der 1937 von Otto Hetzer errichteten Halle wurde von einem steil aufragenden Satteldach überspannt, das mit einer ausgeklügelten Holzträgertechnologie errichtet worden war. Nicht weniger ausgeklügelt war die spätere Nutzung des patentierten, mit gebogenen Brettschichtträgern verleimten Gebäudes. Nach seiner Fertigstellung diente es dem Heeresbauamt des Oberkommandos West als zentrales Ersatzteillager für militärische Pferdestärken, bis sein eigentlicher Zweck, Vieh zu versteigern, ad finitum geführt wurde.

Exposition
Nach Kriegsbeginn 1939 wurden die meisten der für das KZ Buchenwald bestimmten Häftlinge zum Güterbahnhof Nord in Sichtweite der Viehauktionshalle transportiert. Politische Gefangene aus ganz Europa schleppten sich die letzten acht Kilometer bis zum KZ Buchenwald überwiegend zu Fuß die Ettersburger Straße hinauf. Der französische Widerstandskämpfer Floréal Barrier erinnert sich an „Konvois entkräfteter Menschen, die, ihre Toten zurücklassend und umstellt von SS-Leuten mit Hunden, gezwungen waren, diese ,Blutstraße‘, meist zu Fuß zu erklimmen, bevor sie sich hilflos in dieser Umwallung aus elektrisch geladenem Stacheldraht wiederfanden.“[2]
Anfang Mai 1942 diente die gigantische Scheune als Sammelort der Thüringer Juden vor ihrem Abtransport nach Osten. Die Überlebende Laura Hillman, geb. Hannelore Wolff, erinnert sich an den „erdrückenden Geruch von Angst, gemischt mit Kuhdung und Stroh“ sowie an das Gefühl, schlechter als das Vieh behandelt zu werden, das normalerweise in diesem Gebäude gehalten wurde. Die Wachmannschaften durchsuchten die Menschen brutal nach Wertsachen, beraubten und verprügelten sie.
Der als „DA 72“ gekennzeichnete Judentransport[3] verließ Weimar am 10. Mai. In Leipzig pferchte man weitere Familien aus Sachsen und Sachsen Anhalt in die Waggons. Der Transport mit insgesamt 1.002 Menschen erreichte nach 1.100 Kilometern am 12. Mai 1942 Be??yce. Möglicherweise entschied man so, um sich verschiedene Optionen offen zu halten: Schuften in Majdanek, Wohnen im Be??ycer Ghetto und letztlich Überführung in die Vernichtungslager Sobibor oder Belzec[4] , um die Verschleppten im Gas zu ersticken.
Ein paar Monate später, am 16. Oktober 1942 sperrte man 405 jüdische Buchenwald-Häftlinge in die sogenannte Hetzerhalle, bevor sie nach Auschwitz deportiert wurden. „… daß der Güterbahnhof auch Ausgangspunkt der Vernichtungstransporte war, die das KZ 1944 verließen“[5] , ergab sich als logistische Konsequenz aus der “Judensammelstelle”.

Hauptsatz
In nicht mal einer halben Stunde vernichtete ein Großbrand kurz nach Mitternacht diesen monströsen Ort, der im Sommer 2013 als „Hölle zum Happening und Kreuzweg zum Viehauktionshallenweihfestspiel“[6] diente, da Robert Wilson mit 102 Lautsprechern die „Via Crucis“ von Franz Liszt „in ihrer rücksichtslos dissonanten, lapidar-herben Diktion“[7] intonieren ließ und zum Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“ sattbekannte Farbfelder an die Wände projizierte, die in einem Frida-Kahlo-Abklatsch verendeten: „Ein weißer Hirsch, getroffen von einem Pfeil, sinkt langsam in den Tod. Ein Kunstkalauer: der Hirsch Gottes als Stellvertreter Christi.“[8] Symbolisches Omen oder Wilson-Orakel? Das alle Konventionen hinter sich lassende Spätwerk Liszts verendete in einem hart-kalten, abstrakt-gegenständlichen Lichttsunami. Um von ihm nicht erschlagen zu werden, bewunderte ich die Geometrie der einzigartigen Holzbalkenträgerkonstruktion, die von einem Einzeltäter in Brand gesteckt wurde und von der nichts übrigblieb außer einem Dutzend Stummelträgern. Ein Unding. Das fand auch ein Leser, den die Rasanz des Brandes stutzig machte. Der Kommentar wurde umgehend von einem „Experten“ beschwichtigt und war nur kurz im Netz zu sehen. Daß die Spanne zwischen eingehenden Notrufen (insgesamt 109) und dem Eintreffen der Feuerwehr eine Stunde betrug, spricht für sich. Auf Videos ist nur ein Löschzug zu sehen, dessen Männer gemächlich die Vorbereitungen zur kontrollierten Verbrennung treffen.[9]
48 Stunden nach dem Brand verlautbarten die Thüringer Lokalzeitungen, daß drei junge Männerim Alter von 20, 18 und 15 Jahren, „nach einem Tipp aus der Bevölkerung festgenommen wurden. Der Hinweis habe dem ältesten der drei Männer gegolten. Alle drei … hätten zugegeben, das Feuer gelegt zu haben.“[10] Der wohldosierte Rapport des MDR geht in einem NSU-Erklärungsmuster auf. Zwar sei ein historischer Ort von einem Großfeuer vernichtet worden, aber für ein politisches Motiv gebe es keinerlei Anhaltspunkte. Das las sich wie folgt: „Die Ermittler gehen davon aus, dass die drei Beschuldigten Brandbeschleuniger[11] verschütteten und anzündeten. Da es keinen Haftgrund gebe, seien die mutmaßlichen Brandstifter wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Details zu den Tippgebern wollten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht veröffentlichen. Es ist lediglich von ‚Zeugen‘ die Rede, bei denen sich die Ermittler bedanken. Möglicherweise haben die drei Beschuldigten in der Öffentlichkeit über ihre Tat gesprochen, was den Informanten zu Ohren kam.“[12]
Was hatten die Informanten gehört? Schweigen im Wald. Laut MDR hätten die Jungs mit ihrer Tat in einem Supermarkt geprahlt, jedoch dementieren inzwischen alle Konzern-Gazetten diesen Hinweis.
Ein junger Mann, nicht das erste Mal mit dem Gesetz in Konflikt, aber keinerlei Haftgrund. Der juristische Begriff des „Haftgrundes“ bezieht sich auf die U-Haft. Die Brandstiftung an der Hetzerhalle ist so gut wie aufgeklärt, es gibt es keinen Untersuchungsgrund, keine Vertuschung, keine Verdunklungsgefahr. Die mutmaßlichen Delinquenten würden nach Einschätzung des Gerichts weder das Weite suchen noch das nächste Gebäude abfackeln. Es handele sich bei den „jungen Männern“ auch nicht um Pyromanen. Doch in der Nacht zum 13.5. verglühen nur 100 Meter von der Viehauktionshalle entfernt fünf Fahrzeuge eines Gebrauchtwagenhändlers, der ein Teilgelände des Güterbahnhofs nutzt. Fünf Tage später erwischt es einen Plattenbau ein paar Straßen weiter. Wieder Brandstiftung. Die Ermittler ermitteln stillschweigend und befrieden die Presse mit „ungesicherten Erkenntnissen“. Niemand beanstandet die Erklärungsauslassung. Ein politisches Motiv kommt nicht in Frage, das, wenn es eins gäbe, einen rechtsextremen Hintergrund haben könnte, denn der Wortgebrauch „junge Männer“ umschreibt meist eine gewisse Spezies, die hierzulande tabuisiert wird: Nazis, raunte ein Leser in der Kommentarfunktion.
Die „ungesicherten Erkenntnisse“ lassen jedoch etwas nicht weniger Perfides durchsickern: „Vor allem Weimars Konsumgenossenschaft als Eigentümer war erleichtert über den schnellen Erfolg der Polizei. Der Vorstandsvorsitzenden Sigrid Hebestreit, die extra ihren Italien-Urlaub abbrach, fiel ein Stein vom Herzen, da in den sozialen Medien bereits über eine „warme Sanierung“ spekuliert wurde. Noch immer ist sie erschüttert von den Bildern aus dem Fernsehen und Internet, die sie bisher gesehen hat. ‚Es ist sehr viel Traurigkeit dabei’", zitiert die Thüringer Allgemeine (TA) die korrekt bestürzte Hebestreit.[13]
Hallenkennern war bekannt, daß die Eigentümerin mangels Eventnachfragen in den vergangenen Jahren nur das Nötigste in das Gelände investierte und den meisten Weimaranern bewußt, daß sich die Halle in einem erbarmungswürdigen Zu- und Leerstand befand. Daran änderten auch die unsägliche Box-Kultur-Nacht, Till Brönner & Band und die wenigen künstlerischen Highlights nichts (wie der bereits erwähnte Robert Wilson 2013, Maurice Béjart 1999 und die TanzMedienAkademie 2008), die das Kunstfest Weimar tausenden Viehhallenbesuchern ins Gedächtnis brannte und die die wirklich Leidtragenden sind.
Am 28. Mai sollte in der Halle eine Ausstellung der Internationalen Bauausstellung Thüringen (IBA) eröffnet werden. Diese hätte der Halle zumindest vorübergehend die architektonische Würde bewahrt. Doch das Ansuchen der IBA, die Ausstellung „Stadtland“ auf dem Gelände unter freiem Himmel und mittels teilweiser Nutzung einer Hetzerhalle durchzuführen, wurde abgewiesen. Ausstellungseinbauten in dem meist unbewachten Gebäude waren begehrtes Diebesgut. 2011 wurden ganze 140 Meter Trennwand über Nacht gestohlen.[14]

Coda
Der Dramolette-Exkurs der Zeitungen (Entsetzen. Bestürzung. Trauer) verstummte drei Tage nach dem Großbrand:Leserkommentare verabreichten dem Thema ihre Art von Watschn: „Na, dann kann der Konsum das Areal ja jetzt schön ‚aufwerten‘“ oder „Es war verantwortungslos, diese Halle für Veranstaltungen überhaupt freizugeben.“ Und der TLZ-User 0815 jubelte: „Haach mir kommen gleich die Tränen … Ich finde es gar nicht so schlecht, dass diese unansehnliche Bruchbude endlich weg ist.“ – „Platz frei für den nächsten Betonklotz.“
Ein kundiger TA-Leser, der den herben Verlust für Weimar beklagte, monierte am Tag nach dem Brand „das jahrelange Gezerre und Gejammere um die Erhaltungs-/Sanierungskosten (gerade nach den jüngsten Sturmschäden) und die Weiternutzung der Halle und des Geländes … Mit dem nächtlichen Abbrand habe sich das ‚Problem‘ ja quasi erledigt. Erhaltungskosten und Denkmalschutz inklusive, das Bauland ist frei (die ebenfalls verfallene Hetzer-Villa wurde unlängst abgerissen) und versichert wird das Objekt sicher auch gewesen sein …“ Richtig. Am darauffolgenden Donnerstag besichtigte die Versicherung die Fachwerkreste, um sich „ein Bild zu machen“, sie konnte aber keine Schadenssumme beziffern. Die Ermittler schätzen den Schaden auf mehrere Hunderttausend Euro,was die Kosten für die Notsanierung wieder wettmacht, denn letztere wurde buchstäblich von den Flammen verweht. Die 479.000 € könne der Konsum „nicht ausgeben, ohne eine realistische Nutzung im Anschluss“, meinte Hebestreit im Februar 2015.[15] Damals fühlte sich Hebestreit „in die Enge getrieben. Wenn Gefahr besteht, dass durch das Dach jemand verletzt wird, dann müssen wir auch an Abriss denken“. [16]
Nun ist das Ziel erreicht und „Gefahr im Verzug“, ein in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigte die Einsturz-und Verseuchungsgefahr, bei Strafe eines Folgeschadens fordert die Versicherung einen Abbruch, weil die Mauerreste nicht zu halten seien. Die Abrissanzeige liegt dem Bauamt vor, die Kripo hat den Brandort entsperrt, der Konsum fünf qualifizierte Entsorger angefragt. Die zeitnahe Beseitigung der Reste sollte Ende Mai erfolgen, die Kommunalvertreter betonten unterdessen die „faire Zusammenarbeit“, „das schnelle Handeln“ und das „rasche Geständnis“ der Täter, obwohl seitdem acht Wochen verstrichen sind und die Versicherungsfrist für die Sicherung und regelmäßige Bestreifung der Ruine zu Lasten des Versicherers abgelaufen. Der Sperrzaun wurde mehrfach aufgebrochen, das Gelände selbst zur Abfallentsorgung missbraucht und das Wasseramt macht auch Druck. Der Abriß steht unmittelbar bevor. Einer Empfehlung des Leiters der Buchenwaldgedenkstätte, Dr. Harry Stein, folgend sollen zwei Bögen, die sich in der Nähe der Güterbahn-Rampe befinden, stehenbleiben. Der Landtagspräsident Carius (CDU) hat unmittelbar nach dem Brand in Aussicht gestellt, „ Überreste der Halle in eine mögliche Gestaltung“ einzubeziehen.[17] Diese Idee fand auch Oberbürgermeister Wolf unverzüglich „sehr gut, denn es ist ein wichtiger Ort des Gedenkens. Wir werden versuchen, der Anregung zu folgen, und die entsprechenden Gespräche führen“, obwohl die Stadtverwaltung zur anberaumten Vor-Ort-Beratung nicht anwesend war, als es darum ging, den Auftraggeber des öffentlichen Gedenkortes zu definieren.[18] Der Konsum dürfe das nicht sein, darin waren sich alle einig. Areal, Gleis, Rampe und Mauerreste „könnten“ den Kern eines Erinnerungsortes bilden. Doch es gibt auch Rekonstruktionsstimmen: Der Bauingenieur Christian Müller von der Bauhaus-Universität hat die Standsicherheit der Viehauktionshalle mehrfach begutachtet und die Konstruktion bis ins Detail aufgemessen. In einer klaren Botschaft an den Eigentümer, die Stadt und deren Institutionen forderte er,, die Halle wiederaufzubauen. Und: Er plädiert dafür, das auch zu tun.  OB Wolf hat den Hahnenkamm schnell glattgebürstet: Von einer Gedenkstätte vergleichbar mit „Topf & Söhne“ in Erfurt, das in den 40ern große, leistungsfähige Krematoriumsöfen für Auschwitz, Buchenwald, Dachau und andere Konzentrationslager projektierte, könne nicht die Rede sein. Es gehe eher um Grünpflege und nicht um Konservierung. Die Halle wird als begradigter Gedenkort und Vielleicht-Freilichtmuseum mit den üblichen Schautafeln markiert werden, für das die Stiftung Nationale Gedenkstätten dann die benötigten Grünpfleger bereitstellt. Für den Erhalt von zwei Betonträgern spendiert der Konsum schlappe 5.000 Euro. Weitere Originalteile könnten von der Denkmalpflege einlagert werden. Den Ort, wie er ist, als schmerzaussendene Brandruine zu erhalten, ist dem Land teuer, zumal ein Konzept in der Hauptschublade von Frau Hebestreit schlummert, das den Ort total verbauen und einen Aldi, kik oder die dm-Kette anstelle der Scheune implantieren möchte. Ihr Ansinnen, mehrere Discounter im ausgebauten Erdgeschoß der Viehauktionshalle unterzubringen, lehnte die Stadt im Februar 2015 mit dem Verweis auf die Geschichte ab. Das Stadtoberhaupt Weimar versicherte dem MDR damals, „daß er sich um den Konsum keine Sorgen mache, denn dieser beherrsche mit seinen Immobilien ja schon die Innenstadt“.[19] Daraufhin platzte der Frau Hebestreit der Kragen und schlußendlich fiel dem Gerangel die Substanz zum Opfer. Das Stiefkind ist verbrannt, doch die Weimarer Honoratioren brauchen ein gutes Gewissen für die „von den Nazis als zentrale Sammelstelle für die Deportation der Thüringer Juden mißbrauchte Viehauktionshalle“[20] . 1942 empfand das niemand als Mißbrauch, bestenfalls als Nießbrauch.
Daß der Ort auch Endbahnhof für Nazigegner war, wurde von den Leitmedien unisono unterschlagen. Die Kommentarfunktionen sind geschlossen. Die Ermittlungen fanden hinter den Kulissen statt und erinnerungskulturell reicht es, wenn man an das dort geschehene Unrecht mit einer Tafel erinnert. Die restlichen Gleise haben sich begrünt, die Rampe überwuchert ein Spalier von Sträuchern. Und die meisten Lokalpatrioten wissen nicht einmal, worüber sie reden. „Anstatt das Geld für wirklich sinnvolle und nützliche Dinge zu verwenden, soll es für einen Wiederaufbau verprasselt werden?“ – „… den Holzkasten wieder aufzubauen? Na, man kanns auch übertreiben, ey“ – „Statt so ein Riesen-Theater zu machen“ soll „das Geld doch ma besser in die Weimarer Straßen“ gesteckt werden, „davon habt ihr mehr“.
Ein jeder sorgt sich um Wirtschaftlichkeit. Die Eigentümerin Hebestreit wollte am Vorabend des Brandes „ein neues Konzept für die Viehauktionshalle im Wirtschaftsausschuss des Weimarer Stadtrates vorstellen“ [21], doch sie unterzog sich in Italien lieber einer D3-Versorgung, bevor die „Katastrophe für Weimar“ eintrat. Ich glaube, krass gesagt, an eine gewollt scheinheilige „Endlösung“, um das Bauvorhaben des Konsumvorstandes zu beschleunigen. Oder aber ein Zirkel anonymer Jungnazis hat vor dem 70. Jahrestag der Befreiung Weimars die Vernichtungsmethoden der SS am Modell Scheune testen wollen, aber das ist bestimmt verschwörungstheoretischer Unsinn und beleidigte Unkenrufe sind mir gewiß.

Montag, 29. Juni 2015

[2] s. Weimar im Nationalsozialismus. Ein Stadtplan, http://www.weimar-im-ns.de/ort14.php

[3] Es gab nur wenige Überlebende dieses Transportes nach Be??yce, der als größtenteils unbekannter und „vergessener Transport“ gilt. Die Verschleppten gelten als verschollen. Nicht zuletzt auch wegen der Ähnlichkeit der Namen und der räumlichen Nähe der Orte Be??yce und Belzec, die zu Verwechslungen von Transporten führten.

[5] ebd.

[6] Jan Brachmann: Robert Wilsons Liszt-Installation in Weimar. Der Hirsch Gottes röhrt nicht. In: FAZ, 5.9.2012

[7] Ernst Burger. In: Franz Liszt. Die Jahre in Rom und Tivoli, Schott, Mainz 2010

[8] s. Jan Brachmann: FAZ, 5.9.2012

[9] Chronologie des Brandes lt. Thüringer Landeszeitung (TLZ): 1.03 Uhr, in der Leitstelle in Jena geht der erste Notruf ein. 1.13 Uhr, ein Löschzug der Berufsfeuerwehr Weimar trifft am Einsatzort ein. Die Lagemeldung lautet: „Vollbrand Viehauktionshalle.1.17 Uhr, die Alarmstufe B2 wird auf Großbrand und B3 Großalarm geändert. Siehe: http://www.tlz.de/web/zgt/leben/blaulicht/detail/-/specific/Viehauktionshalle-in-Weimar-Den-Flammen-reichten-25-Minuten-60722714

[11] „Am Donnerstagvormittag kamen Spezialisten aus Sachsen zum Tatort, um Spuren von Brandbeschleunigern zu suchen. Ihre Suche konzentrierte sich dabei vor allem auf die Westseite der Ruine. Zielstrebig steuerte Spürhündin ‚Fee‘ auf die Giebelfront zu. (Anm.: Auf einem Foto sieht man, wie der Betreuer dem Hund den Giebel zeigt, wo er suchen soll.) Als Brandmittelspürhund sei er darauf trainiert, an erkalteten Brandorten brennbare Flüssigkeiten aufzuspüren und anzuzeigen, plauderte die OTZ. Aber die gute Fee wirkte an keiner Stelle sehr aufgeregt, kam jedoch immer wieder zum Giebel zurück. Der Nachrichtenpool, der momentan im Netz blubbert, attestiert der Hündin inzwischen einhellig zweimaliges Bellen. Na also, Fund gesichert, die Polizei geht davon aus, daß Spiritus und Benzin verwendet wurden, umfänglichere Brandbeschleunigungsmaßnahmen können ausgeschlossen werden.

[12] http://www.mdr.de/nachrichten/festnahmen-brand-viehauktionshalle-weimar100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

[13] http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Handy-Aufnahmen-ueberfuehren-Feuerteufel-der-Viehauktionshalle-598653873

[14] Am Donnerstag, dem 17. November 2011, wurde bei der Begehung einer Viehauktionshalle festgestellt, daß bisher Unbekannte eine Trennwand von 140 Metern Länge zwischen Boden und Bühne abgebaut und entwendet haben. Die Trennwand bestand aus Spanplatten, 2 Meter mal 2,50 Meter groß und einseitig schwarz angestrichen. Der Gesamtwert der Platten wurde mit 3000 Euro beziffert. Die vermutete Tatzeit lag zwischen dem 2. November und dem 11. November.

[16] ebd.

[17] http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/abgebrannte-viehauktionshalle-nach-brand-in-weimar-drei-junge-maenner-festgenommen,20641266,30503824.html

[18] http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Handy-Aufnahmen-ueberfuehren-Feuerteufel-der-Viehauktionshalle-598653873

[19] http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/wirtschaft/detail/-/specific/Verzicht-auf-zusaetzlichen-Handel-soll-jetzt-der-Ausweg-in-Weimar-sein-262263618

[20] s. Die Welt, OTZ, NWZonline, Arcor usw.

[21] http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Weimarer-Brandstifter-sind-wieder-auf-freiem-Fuss-598653873