Es ist offensichtlich, daß Lesen und Schreiben den bisher größten Schaden dadurch erlitten haben, daß die heutigen Betrachter nicht mehr in der Lage sind, aus dem Geschriebenen und dem Abgebildeten reflektierte Bilder entstehen zu lassen. Sprachbenutzer haben sich an Bilder gewöhnt, die das Denken ersetzen sollen. Diese Bilder sind so überwältigend, daß sie die Fähigkeit der Menschen, eigene Bilder zu erschaffen und eigene Gedanken zu denken, zunehmend zerstören!
[nach Paul Virillo, 1988]

verschlitzte ganzheit


als alle worte zerbraucht waren | abgebucht | keine bewegung mehr nötig | die sinne von hinten: I’m still here | I’m still there oder was auch immer sangen | selbstmangel spiegelten | sich selbst versiegelten | ohne fluß ohne flow ohne zuversicht | im kitsch des unerwiderbaren | im klatsch des facebookclans | worte die sich nicht kämmen wollten | die sich ergeben sollten | weil das nehmen schon genommen war | im zuviel des verlorenen | im zuviel des gegangenen | last words on paper | teeing off abundance | schlagt alle gatten und gattungen tot | don’t claim | lasst euch den gestus ins leere drucken als nachweis für den bedarf | verletzt den mentalen überguß | das ausgeflaute leben | ohne boden | aussicht und zusammengehen | glänzt in fragiler gestalt zwischen den abflüssen der wirklichkeit | als beilage für ein edikt! dem sinnverlust | dem die exkremente des ratlosen beiliegen | neulich versuchte eine steine zu dressieren | befahl den lungen schlagzeug zu spielen | fand aus,- an,- und mißklang in sexendsemestern | als zerfindung des mannes | sie trapeziert sich jeden morgen | mit sitte schminke g-p-s | kruzifixundfertig wird sie an- und ausgestellt | sie ist ein schlittschuh im leerlauf | ein koli im bri | sie starb an einer kugel | im schnee | im schnee † im schnee